PHOTON ENERGY FALLSTUDIE

Netzunabhängig im australischen Outback

Solarspeichersystem für abgelegenen Funkturm

Partner:

BAI Communications

Standort:

Muswellbrook, Australia

Schlüsseldaten:

Solarleistung:

39 kWp

Speicherkapazität:

216 kWh

CO2-Einsparungen:

Bis zu 50.5 t

Ertrag:

Bis zu 59,500 kWhjährlich

Technologie:

Modultyp:

Q-Cells Q.Pro G3 255 Wp

Wechselrichter:

SMA Sunny Island 8.OH

Batterien:

BAE 10 PVV1500 Solarbatterien, 1500 Ah, 2V, 216 kWh / C10

Highlights:

  • Der Funkturm versorgt über 50.000 Endnutzer in einem Umkreis von 500 km mit Fernsehen und (Rund-)Funk und sichert die Kommunikation der Rettungsdienste
  • Das installierte System beinhaltet 156 Solarmodule, 72 Batterien, 3 Wechselrichter und ein Überwachungsprogramm 
  • Die Batterien speichern ausreichend Strom, um die Antennen 43 Stunden lang zu betreiben 
  • Das Projekt entstand in Kooperation mit der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) 
  • BAI wurde für den Umstieg auf Solarenergie mit dem International Award for Excellence in Sustainability der Internationalen Broadcast Handelsorganisation IABM ausgezeichnet 

Die Herausforderung:

Funktürme spielen nicht nur eine essentielle Rolle für die Unterhaltungsindustrie – sie sind vor allem lebenswichtig in Notsituationen. Es war daher bei der Entscheidung von BAI Communications den Funkturm in Muswellbrook mit einer Solaranlage auszustatten, höchste Priorität, dass der Turm dauerhaft einsatzfähig sein würde: 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. 

Aufgrund der abgeschiedenen Lage des Funkturms musste das Speichersystem äußerst zuverlässig sein und eine Backup-Lösung eine Verfügbarkeit von 100 % gewährleisten. Auch das Klima stellte eine besondere Herausforderung dar. Die extremen und stark schwankenden Temperaturen des australischen Outbacks erforderten eine auf die ganzjährig rauen Bedingungen zugeschnittene Lösung.

Die Lösung:

Das System wurde daher als Hybridanlage konzipiert, sodass 93% der benötigten Energie von der Solaranlage und dem Batteriespeicher geliefert und der Restbedarf entweder durch einen dieselbetriebenen Backup-Generator oder das Stromnetz gewährleistet werden sollte.  

Positionierung und Halterung der Solarmodule wurden eigens den geographischen Anforderungen und Besonderheiten des Turms entsprechend entwickelt. Die Module wurden mit einer leicht steileren Neigung als üblich angebracht, um die Sonneneinstrahlung in den Wintermonaten zu maximieren. 

Ein automatisches Kontrollsystem innerhalb des Batteriebehälters sorgt trotz des rauen Klimas für eine konstante Temperatur. Der durchschnittliche Ladezustand der Batterie liegt bei ca. 70 %. Diese beiden Faktoren tragen zu einer längeren Lebensdauer der Batterie bei.  

Das System verfügt über eine installierte Leistung von 39 kWp sowie über 72 Batterien mit einer Speicherkapazität von 215 kWh und produziert ausreichend Solarenergie, um das gesamte Muswellbrook-Sendesystem 43 Stunden lang zu speisen und in nur 5,5 Stunden volleffizient aufzuladen. 

Der Erfolg des preisgekrönten Projekts zeigt deutlich, dass Solarenergie eine zuverlässige und wirtschaftlich sinnvolle Option für die Stromerzeugung in abgelegenen Gebieten ist. 

Der Muswellbrook-Tower wird hauptsächlich für lokalen Rundfunk genutzt, ist aber vor allem Kommunikationsgrundlage für die örtlichen Rettungsdienste bei Waldbränden und Überflutungen. Die herausragende Qualität der Technologie aus Deutschland garantiert die Zuverlässigkeit, die in solchen Gegenden notwendig ist. Für BAI ist es eine große Ehre, die Integration dieser hochentwickelten Technologie in den Kommunikationssektor maßgeblich mitzugestalten. 

Jim Hassell, BAI Group Chief Executive Officer

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